Die 90er
| JAHRE | EREIGNIS/STICHWORT |
| 1991 | SPD gewinnt den Wahlkampf in RLP „Das Ergebnis der Landtagswahl vom 21.04.1991 ist für den GEW-Landesvorstand ein Anlass zur Freude und zur Hoffnung. Endlich und erstmalig in diesem am längsten von der CDU beherrschten Bundesland bieten sich Chancen, Bildungsreform im Sinne von mehr Demokratie, Chancengleichheit und Integration zu realisieren. Dabei ist der GEW klar, dass 44 Jahre konservative Bildungspolitik, die bis in alle Bereiche tiefe Wirkungen hinterlassen hat, auch mit größter Kraftanstrengung nicht binnen kurzer Zeit überwunden werden kann. ... Die neue Regierungskoalition, wie auch immer sie aussieht, ist deshalb gut beraten, offensiv die längst überfälligen bildungspolitischen Reformvorhaben anzupacken.“ (WSZ 4-5/1991, Seite 107) |
Das GEW-Mitglied Rose Götte wird zuständige Ministerin In einem Interview mit der designierten Kultusministerin fragt die WSZ-Redaktion was Frau Dr. Götte, falls sie Kultusministerin werde, angehen möchte: „Ich werde einen ganzen Berg von Problemen angehen müssen, den die jetzige Regierung jahrelang vor sich hergeschoben hat.
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Frieder Bechberger-Derscheidt wechselt ins Ministerium „Ein Abschied und ein Neubeginn, Frieder Bechberger-Derscheidt wird künftig die Kultusministerin Rose Götte beraten. Die Ära „Frieder“ ist für die GEW am 05. Juni (1991) nach acht Jahren zu Ende gegangen. Aber schon heute steht fest, dass sie Auswirkungen für lange Zeit haben wird, denn: Frieder Bechberger-Derscheidt nimmt seine GEW-Überzeugungen und Erfahrungen mit hinein in sein neues Amt als Büroleiter der neuen Kultusministerin Rose Götte. Am 01. Juni hat er im Kultusministerium sein Büro bezogen. Über diesen Karrieresprung in eine „Nadelöhrposition“ des Ministeriums für Bildung und Kultur können sich alle GewerkschafterInnen im Lande nur freuen, denn das bedeutet nichts anderes, als dass der Mann, der die GEW-Politik in den letzten Jahren so nachdrücklich geprägt hat, nun der bildungspolitische Berater der Ministerin ist und die von ihr angekündigten Reformmaßnahmen fachlich begleiten wird. ... Schlagzeilen: Die Arbeit wird nicht weniger. GEW muss weiter wachsam bleiben.“ (WSZ 6/1991, Seite 139) | |
GEW bildet Übergangsvorstand Um keinen außerordentlichen Gewerkschaftstag einberufen zu müssen, „schlägt der GV vor, bis zum ordentlichen Gewerkschaftstag die laufenden Geschäfte in Teamarbeit zu führen. Erika Schmitt-Neßler soll den Landesvorstand gemäß § 17 Ziffer 6 verantwortlich leiten. Die seitherige volle Freistellung von Frieder Bechberger-Derscheidt soll auf mehrere Schultern verteilt und als Teilzeitarbeit in die Geschäftsführung eingebracht werden. Für Teilfreistellungen kämen in Frage: Edgar Thiel, Werner Dörr, Angelika Zauner und Gernot Zeitlinger. Da für die Freistellungen nicht mehr Geld ausgegeben werden kann als seither, sollen zunächst Angelika Zauner mit 10 Stunden, Edgar Thiel und Werner Dörr mit je einem Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit freigestellt werden. Erika Schmitt-Neßler wird Frieder im Hauptvorstand ersetzen, Dieter Roß die Vertretung im DGB wahrnehmen und Werner Dörr für Erika in den HA-Bund nachrücken. Die Freistellung für Genot Zeitlinger soll zurückgestellt werden bis geklärt ist, ob von der Bundesorganisation mehr Mittel aus dem Solidaritsfonds zur Verfügung gestellt werden können. ... Der Freitag ist als GV-Tag vorgesehen, an dem die laufenden Geschäfte und die Aufgabenverteilung besprochen werden sollen.“ (Protokoll der Sitzung des Hauptausschusses am 05.06.1991 in Mainz) | |
| 1992 | Wahl von Tilman Boehlkau, Erika Schmitt-Neßler und Bettina Gerhard „Die neue GEW-Spitze ist ein Trio. ... Ständig bereit sich zu verändern ... Wir müssen in die Offensive gehen. ... Bildungshaushalt kein Spartopf. ...“ (Tilman Boehlkau) |
Verstärkung der ÖffentlichkeitsarbeitStichwort Medienpräsenz Mit der Auseinandersetzung um Kürzungsmaßnahmen im Bereich des Bildungshaushaltes (Stundentafelkürzung, Streichung der Lernmittelfreiheit, weniger Neueinstellungen, Arbeitszeitverlängerung ...), die mit dem „Maßnahmenpaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung bei steigenden Schülerzahlen und notwendigen Schritten zur Weiterentwicklung des Schulsystems“ vom 22.12.1992 für zehn Jahre festgeschrieben wurden, wurde die GEW Rheinland-Pfalz als Ansprechpartner für die Medien interessant, da sie – bisher traditionell der SPD verbunden – gegen eine SPD-geführte Landesregierung „heftig“ zu Felde zog. In vielen Interviews in Rundfunk, Fernsehen und den Printmedien wurde die GEW Rheinland-Pfalz erster Ansprechpartner in allen bildungspolitischen Fragen. (SWF „Kopfnuss“, Länderspiegel, SWF 1 Hörfunk, SWR 2 Kultur, RPR, SWR Abendschau, ZDF, SAT 1, dpa, Rheinzeitung, Rheinpfalz, Frankfurter Rundschau, Mannheimer Morgen ...) | |
Bildungsbündnis Im Zusammenhang mit dem oben genannten Maßnahmenpaket von 1992 gab es ein erstes Bildungsbündnis der GEW Rheinland-Pfalz mit der Landesschülervertretung Gymnasien und Gesamtschulen sowie mit dem Landeselternbeirat, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dem Grünen Jugendbündnis und den Jungdemokraten. In gemeinsamen Foren und Presseverlautbarungen wurde gegen die Kürzungspolitik der rot-gelben Landesregierung opponiert. Daraus entstand die – bis zu diesem Zeitpunkt - größte in Mainz durchgefürte Demonstration: | |
| 03.02.1993 | Demo Theaterplatz in Mainz Unter dem Motto „Die GEW. Demokratisch, kompetenz und streitbar. Rotstiftpolitik nein! Bildungsreformen ja! Bildung muss Vorrang haben.“ wurde zur Demonstration am Mittwoch, 03. Februar 1993 ab 16.00 Uhr auf dem Ernst-Ludwig-Platz in Mainz aufgerufen. An der Demonstration durch die Mainzer Innenstadt beteiligten sich nach Polizeiangaben ca. 7.500 LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern. Die TeilnehmerInnen zeigten u.a. Plakate mit folgenden Aufschriften:
Die Westdeutsche Schulzeitung 2/1993 berichtet unter der Überschrift „Zorn und Witz über den Scherbenhaufen“ auf den Seiten 35 – 40 ausführlich über die o.g. Demo. |
| Steigende Mitgliederzahlen In den Jahren 1994 bis 1999 hat die GEW Rheinland-Pfalz eine positive Mitgliederentwicklung zu verzeichnen: | |
| 1996 | KOSI 2010 - Klemm-Studie GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 12/96: Titelbild „Schafft die Schule ab, die kostet nur Geld!
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| 1997 | Abstimmung über Eingliederung in VER.DI (57% zu 43%) Seit August 1997 wird in der GEW Rheinland-Pfalz, ab September 1997 in der GEW auf Bundesebene, über die entstehende Gewerkschaft für den Dienstleistungsbereich diskutiert. Die Gewerkschaften ÖTV, DAG, HBV, DPG, IG Medien und GEW wollen die größte Einzelgewerkschaft der Welt für den „Dienstleistungsbereich, die dienstleistungsnahe Industrie, den Medien-, Kultur- und Bildungsbereich“ schaffen. In der GEW entsteht eine Neustrukturie-rungsdebatte, die auf Bundesebene sehr kontrovers, in Rheinland-Pfalz allerdings sehr einheitlich geführt wird. Während sich fast alle Untergliederungen in Rheinland-Pfalz einstimmig für die neue Gewerkschaft aussprechen, entsteht auf Bundesebene eine gegenläufige Bewegung, besonders beeinflusst von der strikten Ablehnung der neuen Gewerkschaft durch die GEW-Landesverbände Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. In sehr vielen Mitgliederversammlungen informiert der Landesvorsitzende über die neu entstehende Gewerkschaft und nimmt die Meinungsbildung aus Rheinland-Pfalz mit in die Bundesgremien, wo er Unterstützung bei den GEW-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen findet. In mehreren Hauptvorstandssitzungen beschäftigt sich die GEW auf Bundesebene mit der Neustrukturierung und muss feststellen, dass die GEW sehr uneinheitlich diese Debatte begleitet. In Sorge vor einer Spaltung der GEW setzt der Koordinierungsvorstand im Juni 1998 in Dresden die Gespräche mit den anderen Gewerkschaften aus und verschiebt eine Entscheidung auf den Herbst 1998. Der Hauptvorstand tagt im September 1998 in Ludwigshafen und entscheidet, dass im Frühjahr 1999 ein außerordentlicher Gewerkschaftstag auf Bundesebene einzuberufen ist, der sich dem Schwerpunkt Neustrukturierung widmet. Am 19. Mai 1999 beschließt der außerordentliche Gewerkschaftstag der GEW in Würzburg mit 233 zu 170 Stimmen (58 % zu 42 %) die Eigenständigkeit der GEW und lehnen damit die von vier Landesverbänden (darunter Rheinland-Pfalz) beantragte Wiederaufnahme der Gespräche zur Gründung einer neuen Dienstleistungsgewerkschaft ab. |
Aufhebung des Radikalenerlasses in RLPRehabilitierung der Opfer des Radikalenerlasses Auf der Grundlage des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 26. September 1995 wegen des sogenannten „Radikalenerlasses“ wurde die GEW Rheinland-Pfalz beim Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, vorstellig und forderte die Wiedereinstellung bzw. die Rehabilitierung der vom Radikalenerlass betroffenen KollegInnen. Mit Ablauf des Jahres 1997 wurde den drei betroffenen Lehrkräften eine Lösung ihrer damaligen Unrechtsbehandlung in Aussicht gestellt, die mittlerweile auch umgesetzt ist:
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Die 80er
| JAHRE | EREIGNIS/STICHWORT | FRAGE |
Kampf gegen Zwangsteilzeit Die 80er Jahre waren geprägt von der Auseinandersetzung um die Zwangsteilzeitbeschäftigung im Beamtenverhältnis sowie die unterhälftig beschäftigten Kolleginnen und Kollegen (mit mindestens einer Stunde unter der Hälfte des Regelstundenmaßes). Begründet wurde diese Einstellungspraxis mit den rückläufigen Schülerzahlen (1964 744.391 gegenüber 1988 515.324 SchülerInnen). Zunächst wurde den KollegInnen eine ¾-Beamtenstelle angeboten, gegen die die GEW von Anfang an rechtliche Bedenken geltend machte.
Nach diesem Urteil versuchte das Kultusministerium diese Entscheidung zu umgehen, in dem den KollegInnen eine ¾-BAT-Stelle angeboten werden sollte. Am 09.08.89 schrieb Frieder Bechberger an alle Neueinzustellenden: „Die GEW hat sofort reagiert und den Kultusminister schriftlich aufgefordert, diese „Lösung“ nicht zu vollziehen, da sie durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ... nicht zwingend geboten ist, nach Auffassung der GEW einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellt, Zwangsteilzeitbeschäftigung auf dem Umweg des Angestelltenrechts wieder einführt, den Betroffenen bis 1992/93 keine Garantie auf eine volle Beamtenstelle gibt und Verärgerung und Vertrauensabbau nicht nur bei den direkt Betroffenen auslöst.“ Neben den ¾-BAT-Stellen war in den 80er Jahren – auch auf Grund der rückläufigen Schülerzahlen und eines Überhangs an BewerberInnen – die „unterhälftige Beschäftigung“ Praxis an den rheinland-pfälzischen Schulen. Die GEW hat diese Praxis heftig angegriffen, die Personalräte aufgefordert, diesen Beschäftigungsverhältnissen nicht zuzustimmen und ein Beschlussverfahren vor dem Arbeitsgericht eingeleitet. | Ergebnisse Vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde diese Einstellungspraxis moniert: „Das Gericht stellte darin im wesentlichen fest, dass es rechtswidrig ist, wenn das Land die BewerberInnen um eine Planstelle dazu zwinge, einen Antrag auf Teilzeitbeschäftigung zu stellen, damit sie überhaupt eine Chance auf Einstellung haben. Das Normalarbeitsverhältnis auf einer Vollzeitstelle müsse angeboten werden. ... Denn Teilzeitbeschäftigung bedeutet nicht nur eine Kürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Es ist auch zu bedenken, dass Besoldungsabzüge und Versorgungsabschläge damit verbunden sind. ...“ (WSZ 9/89, Seite 197) Am 18.09.89 zieht Rheinland-Pfalz laut Staatsanzeiger die Konsequenz aus dem BVG-Urteil und bietet „Volle Stellen für Lehrer:
Nach langen Jahren der Auseinandersetzung hat das Bundesarbeitsgericht am 25.01.1989 entschieden „... dass der Arbeitgeber einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer nicht wegen der Teilzeitarbeit gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern unterschiedlich behandeln darf. ... Lehrkräfte haben seit dem 01.05.1985 Anspruch darauf, dass ihnen von der BAT-Vergütung, die einer entsprechenden vollbeschäftigten Lehrkraft nach den Lehrerrichtlinien zusteht, der Teil gezahlt wird, der dem Verhältnis der vereinbarten Pflichtstundenzahl zur Pflichtstundenzahl der vollbeschäftigten Lehrkraft entspricht. ...“
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| 1980 | Wahl von Paul Unger zum Vorsitzenden sechszügig mit gymnasialer Oberstufe (1992 Gründung der IGS-Dependance, vierzügig) | Mehr zu Ranzenberger Initiator der ersten IGS in Mainz geb. am 26.05.22 |
| 1983 | Wahl von Frieder Bechberger zum Vorsitzenden am 11. Mai 1983 in Koblenz | geb. 29.04.43 von 1970 – 1974 Vertreter des AjLE (Ausschuss junger LehrerInnen und ErzieherInnen) |
| in den 80ern | Entwicklung von der Lehrergewerkschaft zur Bildungsgewerkschaft Eingliederung von Hochschulkräften und Erziehern in die GEW | Unter Frieder Bechberger werden die außerschulischen Fachgruppen verstärkt in die GEW integriert. 1989 erscheint erstmals eine Sonderbeilage in der WSZ 2-3/89 für die Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe unter dem Titel „Gemeinsam Erfolgreich Wirken oder Gemeinsam sind wir stärker“ |
| Festlegung der Kernforderungen/Grundsätze | Wann in den 80ern? | |
„Der Teilarbeitsmarkt Schule in den 90er Jahren in Rheinland-Pfalz“ | 1986 | |
Arbeitszeitverkürzung | 1980 | |
Weiterentwicklung der Grundschule | 1981 | |
Problem 10. Hauptschuljahr | 1982 | |
„Ein durchschlagender Erfolg der GEW: 483 Kopilotenverträge werden entfristet – keine neuen unsozialen Dienstverträge“ | 1983 | |
Gemeinsam für die 35-Stunden-Woche | 1984 | |
Berufsschule – Stiefkind der Landesregierung | 1985 | |
| Gesamtschule – endlich auch in Mainz (siehe vorne Ernst Ranzenberger) | 1986 | |
Änderung des Landeshochschulgesetzes | ||
Erziehungswissenschaftliche Hochschule: Der Name ist zu eng geworden | 1987 | |
Macht die Schule krank? | 1988 | |
Arbeitszeitverkürzung: Sollen wir wieder ausgetrickst werden? | 1989 |
Die 70er

| JAHRE | EREIGNIS/STICHWORT | FRAGE |
Umwandlung der Grund-, Haupt-. und Sonderschulen in Simultanschulen (Abschaffung der staatlichen Konfessionsschulen, dafür Privatschulgesetz) |
08.07.1970 |
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| 1970 | Pädagogische Hochschulen werden in Erziehungswissenschaftliche Hochschulen umbenannt Es handelt sich nicht nur um eine Umbenennung sondern hiermit sind auch um eine grundlegende Veränderung der LehrerInnenbildung (vgl. 60-er Jahre) |
Februar 1969 |
Kampf gegen Berufsverbote (vgl.
Dokumentation zur Einschränkung von Meinungsfreiheit in
Rheinland-Pfalz, Berufsverbote für Lehrer, herausgeg. von der GEW
Rheinland-Pfalz)
„Es begann mit gefälschten Veranstaltungshinweisen und
anonymen Denunziationen bei der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz. Die
Fälschung wurde als solche erkannt, anonyme Briefe gehören
normalerweise in den Papierkorb... Auch innerhalb der Gewerkschaft wurde in den 70-er Jahren mit den sogenannten „Unvereinbarkeitsbeschlüssen“ gearbeitet, d.h. dass Mitglieder, die einer „verfassungsfeindlichen“ Organisation oder Partei angehörten, aus den Gewerkschaften ausgeschlossen werden konnten oder erst gar nicht aufgenommen wurden. Emil Knops war ein harter Verfechter der Unvereinbarkeitsbeschlüsse und hat z.B. neue FunktionärInnen in der GEW darüber befragt, „ob sie auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen“. |
1975 | |
| 1971 | Erste Geschäftsstelle der GEW RLP Auf Initiative von Emil Knops wurde in Mainz, Große Bleiche 10 (Wüstenrot-Haus) die erste Geschäftsstelle der GEW Rheinland-Pfalz eingerichtet (3 Räume). Die Geschäftsstelle lag in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulamtes, in dem Emil Knops als Schulrat sein Büro hatte. Mit der Einrichtung dieser ersten Geschäftsstelle wurde am 01.02.1971 Monika Kraef eingestellt, die ein leeres Büro vorfand (vollkommen ohne Einrichtungsgegenstände). Erst nach und nach wurde von Monika die Geschäftsstelle aufgebaut und ein System in die Ablage usw. gebracht. Im Laufe der Jahre wurden folgende KollegInnen in der Geschäftsstelle eingestellt:
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01. Februar 1971 |
| Kaktusverleihung | Wer, wann, wo | |
Schülerschwemme «» Lehrermangel Erklärung der GEW und des VKLD (Verband der Katholischen
Lehrerschaft Deutschlands) zum Lehrermangel an Grund- und Hauptschulen
vom 14.01.1970: „Legt man die im Jahre 1962 von der
Kultusministerkonferenz für 1970 als Zielwert genannte Klassenfrequenz
von 30 Schülern zugrunde, ergeben sich 1.961 Fehlstellen! Für das
Schuljahr 1969/70 beträgt die durchschnittliche Klassenfrequenz noch
34,8 Schüler. Im laufenden Schuljahr gibt es in Rheinland-Pfalz an
Grund- und Hauptschulen noch |
Zahlen? siehe nebenstehend |
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„Lehrerschwemme“ «» Schülermangel „Rückläufige Schülerzahlen – Gefahr einer „Lehrerschwemme“ oder Chance zur Verbesserung unseres Schulwesens“
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| 1975 | Arbeitsmarktstudie Lehrer ?? Falls vorhanden werden die Daten nachgeliefert! |
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Aus fünf Bezirken werden drei Mit der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform 1970 (Auflösung der Bezirksregierungen Montabaur und Rheinhessen und Neuschaffung eines Regierungsbezirks Rheinhessen-Pfalz) wurde diese Organisationseinheit auch auf die GEW-Strukturen übertragen: Die Bezirke Montabaur und Rheinhessen wurden aufgelöst und die Bezirke Rheinhessen-Pfalz, Koblenz (unter Einschluss von Montabaur) und Trier geschaffen. |
Wann? 1971 Zusammenschluss von Rheinhessen und Pfalz 30.09.1972 Auflösung Montabaur Fusion mit Koblenz |
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Im September 1973 wird die erste rheinland-pfälzische Integrierte Gesamtschule (IGS Bertha von Suttner in Kaiserslautern) eingerichtet. Damit wird eine grundlegende Forderung der GEW erfüllt. Bereits lange vor der Gründung der Gesamtschule forderte die GEW die gemeinsame Ausbildung von Schülerinnen und Schülern aller Begabungsrichtungen in einer Schulart. Die IGS wurde in Rheinland-Pfalz als sechszügige Versuchsschule eingerichtet (die IGS Bertha von Suttner als Ganztagsschule) und zunächst ohne Oberstufe geführt. Das pädagogische Konzept der ersten Integrierten Gesamtschule in Rheinland-Pfalz war wegweisend für die dann weiter entstehenden Gesamtschulen in Ludwigshafen-Oggersheim (sechszügige Ganztagsschule) und in Kastellaun (fünf- sechszügige Halbtagsschule). Geprägt wurde die pädagogische Arbeit vom Team-Kleingruppen-Modell. |
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Festlegung der Kernforderungen/Grundsätze
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Wann in den 70ern? 1970 1971
1972 1973 1973 1973 |
Die 60er
| JAHRE | EREIGNIS/STICHWORT | FRAGE |
| 1960 | Christliche Bekenntnisschulen wurden zugunsten von Simultanschulen abgeschafft |
Wann,wo? 10.05.1967 |
Änderung Artikel 36 der Landesverfassung = Aufhebung der bekenntnismäßigen Lehrerbildung |
14.02.1969 |
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Bessere Ausbildung der Volksschullehrer Einführung des sechssemestrigen Studiums an Stelle des bisherigen viersemestrigen Studiums für angehende VolksschullehrerInnen (leider immer noch an jetzt Pädagogischen Hochschulen statt an Universitäten) |
Wann,wo? 1962 |
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Eingliederung der Lehrerbildung in die Universität
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1964 |
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Einführung von Grund und weiterführenden Schulen (vgl. Festlegung der Kernforderungen) |
Wann,wo? | |
Reformbewegung (1968) |
Wann,wo?
1968, Kaiserslautern |
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In den „Westdeutschen
Schulzeitungen“ der 60-er Jahre gibt es keine Artikel zu der
Schülerschwemme und dem enormen Lehrermangel. Es fehlt außerdem
jeglicher Hinweis auf eine Auseinandersetzung im Hochschul- oder
Gewerkschaftsbereich zwischen den „Jungen Wilden“ der ausgehenden 60-er
und den „Etablierten“. |
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Einführung von Schwerpunktfächer |
Wann,wo? 1968/69 |
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| Kritische Haltung gegenüber Hochschulprofessoren | Haltung der GEW | |
Schülerschwemme «» Lehrermangel (vgl. Festlegung der Kernforderungen) |
Maßnahmen der GEW Zahlen |
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Stimme der GEW im deutschen Gewerkschaftsbund „Der DGB stets ein Freund der Lehrerschaft! Die Gewerkschaft
Erziehung und Wissenschaft (GEW) gehört dem Deutschen Gewerkschaftsbund
an... |
Wann? 1965 |
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Festlegung der Kernforderungen/Grundsätze
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Wann in den 60ern? 1964
1964 1964 1965
1966 1967 1969 | |
Die 50er
| JAHRE | EREIGNIS/STICHWORT | FRAGE |
| 1950 | Gründung der GEW Rheinland-Pfalz | 29.10.1950 in Worms |
Unterschied zu anderen Lehrerverbänden: überparteilich, überkonfessionell („bewusst antikonfessionelle
Tradition der GEW angesichts der starken christlich-demokratischen
Präsenz“), |
z. B. VKLLD = Verband Katholischer Lehrerinnen und Lehrer Deutschlands (Vorläufer des VBE) und Lehrervereine im Beamtenbund BLLV = Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (in Rheinland-Pfalz in der Pfalz) |
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Beamtengewerkschaft Vier Forderungen der GEW bei Verhandlungen mit dem DGB:
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| Spaltung in Lehrerverbände im Beamtenbund Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund | Tatsächliche Spaltung bereits in den Jahren
1948/49, da zum einen die christliche Tradition (Beamtenbund) erhalten
werden sollte, zum anderen die gewerkschaftlichen Positionen Einzug in
der Lehrerschaft hielten |
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Gehaltsfrage |
Westdeutsche Schulzeitung Nr. 19 |
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universitäre Ausbildung wurde angestrebt |
Erläuterung zum Vorgängersystem: |
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die Gewerkschaft GEW als eine demokratische Lehrergewerkschaft
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Im Gegensatz zu den Beamtenbundsverbänden | |
| Wahl von Emil Knops (Schulrat) zum 1. Landesvorsitzenden | 13.07.1958 - Juni 1980 |
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Festlegung der Kernforderungen/Grundsätze
Von 1957 bis 1963 fehlen uns entsprechende Unterlagen |
Wann in den 50er?
1951 Beginn 1953 1955 1955 |



